Meine letzte Woche in Indien & Fazit

30 03 2012
………………………………………………..
Meine lieben Daheimgebliebenen,
……………………………………………….
meine letzte Woche in Indien verging wie im Flug! Die Arbeit mit den Kindern hat noch mal richtig Spaß gemacht (die meiste Zeit) und sicherlich werde ich die glücklichen Kinderaugen vermissen.
Geschwister

Geschwister

einfach niedlich "unser" Kleiner

einfach niedlich "unser" Kleiner

Unterrichtsvorbereitung

Unterrichtsvorbereitung

beim Unterricht

beim Unterricht

Am Montag waren Inga, Aliki, Anna, Katrin, Christian und ich noch mal in Colva zum Kaffeetrinken, Einkaufen, im Internet surfen und zum Essen. Aliki hat einen Bekannten (Restaurantbesitzer) besucht und da „Alikis Freunde auch seine Freunde sind“ hatten wir einen sehr lustigen und schönen Abend. Die letzte Fahrt (zurück zum Camp) haben wir dann verpasst, aber ein Taxi für sieben Leute ist ja auch sehr billig. So richtig „indisch“ sind wir dann zu siebt in diesem kleinen Auto zum Camp gefahren:
was nicht passt wird passend gemacht...

was nicht passt wird passend gemacht...

ein lustiger Abend :)

ein lustiger Abend 🙂

Am Dienstag hatten wir wieder einen Workshop…diesmal war „Henna“ angesagt und wir haben gelernt, wie man ein Henna-Tattoo macht. Ich hab das gleich mal ausprobiert!
Ich beim Henna-Workshop

Ich beim Henna-Workshop

mein Henna-Tattoo

mein Henna-Tattoo

Fertig! Bleibt jetzt ca. 1 - 2 Wochen :)

Fertig! Bleibt jetzt ca. 1 - 2 Wochen 🙂

Am nächsten Tag liefen Inga und ich noch mal zum Strand. Wir wollten ein letztes Mal den Majorda Beach genießen und Schwimmen gehen. Wir haben es noch mal so richtig genossen:
GOA!

GOA!

Den Feierabend am Donnerstag haben wir dann mit dem zweiten „Cooking-Workshop“ verbracht. Wir haben „Palak Paneer“ zubereitet und wieder viel über die indische Küche gelernt. Ich fand die Workshops im Camp wirklich sehr gut, denn man hat sehr viel über Indien lernen können.
unser Camp-Koch

unser Camp-Koch

bei 35C auch noch kochen...aber lecker wars!

bei 35C auch noch kochen...aber lecker wars!

Zum Abschluss sind wir „die 5.März Gruppe“ noch mal Essen gegangen. Es ist so schön, dass sich so viele neue Freunde gefunden haben. Und ich sage immer wieder…die Welt ist ein Kuhkaff! Da fliegt man erst mal nach Indien um eine Katrin aus Heidelberg kennenzulernen, oder eine Anna aus Karlsruhe, oder Inga aus Landau….das liegt alles bei mir um die Ecke! Sicherlich werden wir uns nach meiner Weltreise alle noch mal treffen und einen indischen Abend machen! (Aliki….wir kommen zu dir…du kannst dann für uns kochen und indische Musik auflegen! Ich freue mich schon drauf!)
unser Abschiedsessen

unser Abschiedsessen

Wir 4...gesucht und gefunden! :)

Wir 4...gesucht und gefunden! 🙂

Am Freitag (heute) haben wir keinen Unterricht für unsere Schulkinder gemacht. Wir haben stattdessen eine kleine „Abschiedsfeier“ mit Spielen und Süßigkeiten veranstaltet. Die Kinder hatten richtig viel Spaß und wir alle waren glücklich. Sicherlich werden mir die Kids fehlen.
Abschied von den Kindern

Abschied von den Kindern

Abschied von den Kindern

Abschied von den Kindern

Gruppenfoto....unsere Klasse

Gruppenfoto....unsere Klasse

Heute ist dann noch unsere offizielle Abschiedsfeier im Camp. Wir bekommen unsere Zertifikate, es gibt ein kleines Programm, Dinner mit Lagerfeuer und Tanz und Musik. Das wird also unser letzer Abend im Camp sein. Schade eigentlich….ein bisschen traurig bin ich schon!
Morgen (Samstag) ist dann unser großer Waschtag und unsere Abreise (gegen 16.30 Uhr)…die Rücksäcke werden wieder vollgestopft und wir fahren mit dem Nachtzug (13 Stunden) zurück nach Mumbai. Am Sonntag werde ich dann nach Thailand fliegen und meine Reise fortsetzen. Jetzt bin ich erst mal wieder nicht zu erreichen…meine indische Prepaidkarte habe ich abgegeben und bis in Thailand werde ich kein Internet haben. Ich melde mich bald wieder, wenn ich in Bangkok angekommen bin.

Jetzt aber noch mein Fazit von Indien:

Kaum zu glauben: von sechs Etappen meiner Weltreise, habe ich bereits eine Etappe geschafft. Es war zwar die Kürzeste, aber sicherlich auch die „Härteste“ – denke ich! Es war nicht einfach, denn ich musste mich an das „alleine Reisen“ gewöhnen. Der Abschied von euch ist mir nicht leicht gefallen. Außerdem kam der Kulturschock und die Arbeit in den Slums dazu. Natürlich hatte ich meine Tiefpunkte, an denen ich mich gefragt habe „Wieso tust du dir das an?“ und „Für was machst du das überhaupt?“ Diese Tiefpunkte waren zum Glück immer nur von kurzer Dauer. Inga und ich haben uns gegenseitig aufgebaut und Kraft gegeben, wenn es nötig war. Und jetzt (im Nachhinein) war es doch ganz einfach.
Ich habe so viel schöne und neue Dinge erlebt…die Trekkingtour, die Ausflüge, die Landschaft, die Workshops, eine andere Kultur usw….und ich habe auch neue Freunde gewonnen! Außerdem habe ich gelernt, mich einer fremden Kultur anzupassen und offen für Neues zu sein. In Deutschland habe ich die Meditation und das Yoga noch belächelt, aber jetzt konnte ich sehen, dass mit dieser „Kunst“ sogar Leute geheilt werden können. In Deutschland ist alles hektisch und voller Stress…hier in Indien habe ich gelernt auch einfach mal ohne Uhr durchs Leben zu gehen und gelassener zu werden. Und das Wichtigste: ich habe gelernt, dass es nicht die Besitztümer sind, die glücklich machen. Ganz oft sind die Menschen in den Slums oder eben die, die gar nichts haben, am aller glücklichsten. Es ist einzig und alleine wichtig, dass es der Familie gut geht. Ist es nicht schön, wie einfach es eigentlich ist, glücklich zu sein?
In Deutschland wird man diese Einstellung zum Leben nicht umsetzen können, weil das Umfeld ganz anders ist. Ich hoffe aber, dass ich ein paar Grundsätze für mich behalten kann.
Indien ist auf jeden Fall noch mal eine Reise wert! Es ist so riesig und ich habe nur einen winzigen Teil davon gesehen! Es ist gar nicht gefährlich, wie ich am Anfang dachte. Auch als Frau kann man durch Indien reisen, wenn man sich der Kultur anpasst und auf ein paar Dinge achtet. Die indischen Menschen sind sehr offen und freundlich. Ich habe mich in keiner Situation unwohl oder bedroht gefühlt. Die Landschaft ist ganz toll! Man hat von Strand bis zu Bergen einfach alles. Auch vom Wetter ist Indien sehr vielfältig…je nach Region hat man Sommer oder Winter. Das Essen ist sehr lecker, wenn auch oft sehr scharf.
Ich bin ohne eine Krankheit davon gekommen. Ich habe mir keinen Ringwurm eingefangen, keine Malaria, kein Fieber, keine Magen-Darm-Beschwerden und ich hatte noch nicht mal einen Sonnenbrand! Also auch da…mit ein bisschen Achtsamkeit ist Indien lange nicht so schlimm, wie viele dachten.
Auch mit der Armut gehe ich jetzt ganz anders um. Ich weiß meinen Luxus zu schätzen und genieße es. Aber ich weiß auch, dass ich nicht die Welt retten kann und auch gar nicht muss. Ich sah hier in Indien viel Armut, aber ich hab auch gesehen, dass die Menschen auch mit wenig sehr glücklich sein können und sind. Sie kennen es nicht anders…es ist also ok so!
Ich würde außerdem jedem Burn-Out- Patienten eine Reise nach Indien empfehlen. Spätestens nach 3 Wochen kann man sich gar keinen Stress mehr machen bzw. weiß gar nicht mehr, was das ist.
Mein Fazit ist also: Ich hatte einen super Start auf meiner Weltreise!! Ich bin froh, dass es jetzt weiter geht und ich wieder eine neue Kultur kennenlernen werde. Es ist aber auch irgendwie schade, dass ich meine neuen Freunde lange nicht mehr sehen werde und ich nicht noch mehr Zeit habe, dieses große Land kennenzulernen.
Jetzt geht es aber erst mal weiter…und vielleicht komme ich ja wieder!
Bye Bye Indien! 🙂
P.S. Ich habe ca. 1000  Bilder von Indien! Wir müssen unbedingt mehrere Abende zum Bilder gucken einplanen… 🙂


Aktionen

Informationen

3 Antworten zu “Meine letzte Woche in Indien & Fazit”

  • Chris sagt:

    Hey Liebes,
    schön von dir zu kesen!!! Ich hoffe du kommst gut in Thailand an. Wenn du wieder da bit musst du mir unbedingt die Palak Paneer Zubereitung beibringen!!! Ich denke viel an dich und wünsche dir alles Liebe! Kussi, Chris

  • Peter sagt:

    Hi Chrissi,
    ein supergeiler Fazit – Deine Einstellung ist die richtige! War sie aber auch vorher schon.
    Ich denke heute an Dich bei Deinem Flug nach Thailand, hab ganz viel Spaß in BKK und im Rest des Landes, lass es Dir schmecken (das wird es ganz sicher!) und genieße weiterhin Deine Reise! Ach, wie gerne wäre ich dabei!!!

    Viele liebe Grüße, dicker Schmatza,
    Peter E. Aus E.

  • Carola Helfrich sagt:

    Hi Chrissi,

    schönes Fazit! Ich kenne zwar Indien leider nicht, aber Sri Lanka ist ja auch irgendwie „Little India“, daher kamen mir viele Deiner Eindrücke sehr bekannt vor. Und das mit der Armut – Du hast völlig recht! Obwohl die Menschen teilweise nichts haben, schenken sie Dir aber ein herzliches Lächeln das einfach gut tut und mit Geld nicht aufzuwerten ist…wünsche Dir weiterhin viel Spaß und tolle Erlebnisse 🙂
    ps: falls Du noch ein paar nette Bangkok-Tipps brauchst, sag bescheid 😉

    LG c

Schreib einen Kommentar

Du kannst diese Tags verwenden : <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>